Lang und ruhmreich sind die Annalen der Polarforschung, aber die Geschichte der Shackleton-Expedition, die sich bereits vor 43 Jahren vorgenommen hatte, den antarktischen Kontinent zu Fuß zu durchqueren und die statt dessen etwas vollbrachte, das weit über das gesteckte Ziel hinausging, gehört wohl zu den unvergänglichen Leistungen menschlicher Tatkraft. Gefangen im Packeis, das mit seiner gewaltigen Pressung ihr Schiff, die stolze ENDURANCE, zermalmte, scheint das Los der so wohlvorbereiteten Expedition besiegelt, denn Aussicht auf Hilfe besteht zu einer Zeit, da das Radio noch in den Anfängen steckt, nicht die geringste. Ihrem Schicksal überlassen, beginnen die 28 Männer einen fast zwei Jahre dauernden erbitterten und heldenhaften Kampf gegen Kälte, Sturm, Hunger, Erschöpfung und Verzweiflung. Von jeder Einzelheit, jedem Tag und jeder Stunde geben die trandurchtränkten Tage-und Logbücher und die wie durch ein Wunder unversehrt gebliebenen Fotos Zeugnis, zumal Alfred Lansing alles vorhandene Material aufgespürt, gesichtet und so sachkundig kommentiert hat, daß nichts von der Ursprünglichkeit und Dramatik jener Monate verlorengeht, in denen eine Handvoll Männer gegen die entfesselten Naturgewalten in einem uns mit Bewunderung und Stolz erfüllenden Kampf Sieger geblieben ist.