Erziehen als ein Heilen zu begreifen und zu üben gehört zu den Grundimpulsen der Waldorfpädagogik. Insofern haben Waldorfschulen von Anfang an auch «schwierige» Kinder aufgenommen. Im Laufe der Jahre haben sich nun verschiedene Schulformen herausgebildet, die eine besondere Förderung dieser Kinder innerhalb einer «Regelwaldorfschule» oder in einer eigenen Schule für Erziehungshilfe ermöglichen. Hans Friedbert Jaenicke gibt einen Überblick über die verschiedenen Formen von Behinderungen oder Entwicklungsstörungen, von denen Kinder betroffen sein können, und stellt die einzelnen schulischen Lösungen vor, die aus der Waldorfpädagogik heraus gefunden wurden, um diese Kinder zu integrieren. Aus seiner langen Erfahrung als Lehrer an der Christian-Morgenstern-Schule in Wuppertal, einer Schule für Erziehungshilfe, schildert der Autor an vielen Beispielen, wie, der Lehrer durch die Gestaltung seines Unterrichts den Kindern helfen kann. Er beschreibt in diesem Zusammenhang auch das Berufsbild des Förderlehrers. Im letzten Teil des Buches geht es um Entscheidungsgrundlagen für die Aufnahme eines Kindes in die Waldorfschule und um Grenzen der Integration. ISBN 3-7725-1617-3