Ein Blick nach Japan lohnt - insbesondere in einer Zeit, in der Fragen einer sozial, ökonomisch, ökologisch und kulturell nachhaltigen Stadtentwicklung im Vordergrund der nationalen und internationalen Diskussion über die Zukunft der Städte stehen. Die Auseinandersetzung mit Stadtplanung und Städtebau in dieser hochentwickelten und hochverstadterten Gesellschaft kann der stark auf Europa und die USA zentrierten Debatte wichtige Impulse geben. Die Leserinnen und Leser sind eingeladen zu einer spannenden Entdeckungsreise durch die Geschichte der modernen japanischen Stadtplanung, zu erkenntnisreichen Einblicken in das japanische Planungsrecht mit seinem Wechselspiel aus Regulierung und Deregulierung und seiner Flexibilität in Gestalt zahlloser Sonderprogramme sowie zu einem faszinierenden Blick hinter üie Fassaden der japanischen Stadt. Intensive Recherchen vor Ort, Diskussionen mit Experten aus Wissenschaft und Praxis sowie die Auswertung umfangreicher japanischer Quellen und Literatur haben das erste Grundlagenwerk zur Stadtplanung in Japan außerhalb des japanischen Sprachrauius entstehen lassen. Uta Hohn ist Hochschuldozentin für Geographie an der Gerhard-Mercator-Universität in Duisburg. Sie wurde für Ihre Arbeit „Stadtplanung in Japan" vom Förderverein japanisch-deutscher Kulturbeziehungen e. V. mit dem JaDe-Preis 2000 ausgezeichnet.