Versand wegen Übergröße 4,90 Euro. Die Welt erhielt eines ihrer schönsten und klangvollsten Opernhäuser zurück. Sempers Architekturjuwel, 1878 eingeweiht, funkelt in neuem Glanz. Abends erlischt wieder der berühmte Kronleuchter, und der Vorhang hebt sich für die herbeigesehnte Vorstellung. Die Semperoper, in Dresdens dunkelster Nacht am 13. Februar 1945 verbrannt, ist aus Ruinen auferstanden. Am 24. Juni 1977 erfolgte die Grundsteinlegung zu ihrer Neugeburt. Nach fast achtjähriger Bauzeit, genau 40 Jahre nach ihrer Zerstörung, spielte die Oper zur Wiedereröffnung den „Freischütz". Alle, die diesen festlichen Abend original oder am Bildschirm miterlebten, werden ihn nicht vergessen. Die neue Semperoper ist zu einem Symbol für den Friedenswillen unseres sozialistischen deutschen Staates geworden. Mit Webers „Freischütz" wurde für die Premiere jene deutsche Oper gewählt, die in Dresden bisher mehr als 1 250 Aufführungen feierte. Sooft erklang der „Freischütz" auf keiner anderen Opernbühne. Das festliche Haus wurde auch von denen in Besitz genommen, die es erbauten. Jahr für Jahr werden es etwa 400 000 Besucher sein, die hier unvergeßliche Opern-, Ballett- und Konzerterlebnisse erwarten. Die Staatsoper Dresden erhielt eine Spielstätte, die zu großen Kunstleistungen herausfordert. Dresdens Oper hatte Weltruf, den will sie wieder erobern. Erwartungsvoll sieht man auf den Theaterplatz, der sich wieder mit dem Attribut eines „klingenden Platzes" schmücken darf. Das Musikleben der Deutschen Demokratischen Republik wurde um ein glanzvolles Haus der Künste bereichert. Als in ihm wenige Wochen nach der Eröffnung erstmals wieder Beethovens 9. Sinfonie mit Schillers Ode „An die Freude" ertönte, wurde sie wie ein Hymnus auf die neuerrichtete Semperoper verstanden.