Literaturverz. S. 159 - 168 / Leben wir in Deutschland wirklich schon in einer Dienstleistungsgesellschaft? Angesichts der Schwierigkeiten, rechtzeitig einen Handwerker für dringende Reparaturen zu bekommen, könnte man diese Frage eher verneinen. Und dies erst recht, wenn dieser Handwerker einem rät, die schadhaften Ziegel doch bitte selbst auszutauschen, weil sich die Anfahrt nicht lohne. Wen wundert es da noch, wenn der Schwarzmarkt fürArbetnktioniert: Flexibel, kostengünstig und kundenorientiert ist der reguläreArbeitsmarkt eben nicht immer. Warum nicht? Winfried Schlaffke versucht, hierauf eine Antwort zu geben. Er analysiert die Verkrustungen des deutschen-Arbeitsmarktes und weist auf Gegenstrategien hin, die den Standort Deutschland attraktiver machen können. Das geht weit über Empfehlungen zur Kostenreduzierung hinaus und umfaßt sowohl die Deregulierung und Entbürokratisierung des Arbeitsmarktes als auch die Nutzung der Chancen in verschiedenen Dienstleistungssektoren sowie die Förderung der Leistungsbereitschaft und Eigenverantwortlichkeit des einzelnen. Man muß kein ausgewiesener Ökonom sein, um den Überlegungen zu folgen: bezahlbare Arbeit für alle ist leine Illusion.