Asta Nielsen war mehr als eine große Künstlerin. Sie war die erste Diva des Films. Sie war die erste große Filmsehauspielcrin, die verehrt wurde wie später Marilyn Monroe und Brigitte Bardot. Dieser Band bringt einmalige Zeugnisse zu ihrem Leben, Urkunden, Briefe, Filmprogramtne, Werbeanzeigen, Rezensionen ihrer Filme, sowie viele zeitgenössische Betrachtungen, wiederentdeckte Selbstzeugnisse und hervorragende Bild- und Textdokumente, die die`verschiedenen Lebens- und Schaffensperioden ihrer einmaligen Karriere anschaulich machen. Für den Band stellten Angehörige Asta Nielsens, Archive, Museen, Bibliotheken, Kincmatheken, private Sammler, Fotografen und Filmenthusia.sten reichhaltiges Material zur Verfügung. Die Begegnung mit diesen Quellen wird für den Bettachter zu einem nachhaltigen Erlebnis. Wir sehen die armselige Hinterhofwohnung in Malmö, wo Asta Nielsen ihre Kindheit verlebte, sehen sie als Schauspielschüle.rin am Königlichen Theater in Kopenhagen, auf ihrer Tournee durch Skandinavien Anfang des Jahrhunderts, erleben in seltenen alten Bildern ihre ersten Engagements am Dagmar-Theater und am Neuen Theater in Kopenhagen und ab 1910 ihre Arbeit in dem neu entstehenden Medium: dem Film. In ihrer Glanzzeit in Deutschtand drehte sie mehrere Jahre fast monatlich einen Film. Binnen kurzem wurde sie: »die Asta« - berühmt und angebetet wie ein Idol. Die Begeisterungs-welle dauerte zwanzig Jahre und erfaßte ganz Europa. Sie beschränkte sich nicht nur auf das anonyme Kinopublikum - Asta Nielsen wurde von namhaften Künstlern und anderen Persönlichkeiten bewundert und gefeiert. Wir betrachten die produktiven Aibcitsjahre in Deutschland, die Gründung ihrer eigenen Produktionsfirma, die Entstehung von »Hamlet«, »Fräulein Julie«, »Rausch«, »Absturz«, »Dimentragödic« und »Freudlose Gasse«; die Zusammenarbeit mit großen Regisseuren wie Lubitsch, Pabst und jessner, mit den Schauspielerkollegen Paul Wegener, Albert Bassermann, Käthe Dorsch, Greta Garbo, Eduard von Winterstein, Hcnny Porten, Adele Sandrock, Alexander GranaJi Wir werden vertraut mit ihrem privaten Lebensumkreis, mit ihren repräsentative« Wohnungen, ihren Lcbenspartnern und Trennungen, ihrer Familie, ihren Reisen, Fericnorten und Aufenthalten. Bilder der Theatertourneen mit ihrer Paraderolle in der »Kameliendame* von 1926 bis 1950 bringen uns Asta Nielsen ebenso nahe wie ihre Pantomimendarstcllungen und die Arbeit in ihrem ersten Tonfilm. Mit Beginn der Naziherrschaft brach ihre Karriere in Deutschland abrupt ab, und als konsequente Gegnerin des faschistischen Regimes ging sie nach Dänemark zurück, obwohl man ihr die Gründung einer eigenen Filmgesellschaft in Deutschland angetragen hatte. Wir erfahren von ihrem Leben unter der deutschen Besetzung und vor» dem Erscheinen ihrer Lebenserinnerurtgen »Die schweigende Muse«. Noch ...