«Du hast nur einen Beruf- mich glücklich zu machen», sagte Gustav Mahler zu seiner hochbegabten Frau, und Alma Mahler gab ihre eigenen Kompositionen auf für ein Leben als Muse berühmter Männer. Nehmen wir an: Es gab sie, diese Zeit, als die Welt der Männer noch in Ordnung war. Frauen waren auf Liebe erpicht, die Männer selbst hatten Wichtigeres zu tun. Warum sind ausgerechnet Frauen heute dem Vorwurf ausgesetzt, die Liebe zu sabotieren? Was ist passiert? Starke, begabte Frauen, sagt Anja Meulenbelt, sind die letzten «Romantikerinnen». Sie sind es, die gleichberechtigte Liebe suchen und sich mit weniger nicht zufriedengeben. Das Resümee ihrer Streitschrift ist nicht gerade ermutigend. Frauen haben um vieles gekämpft. Aber die Liebe - was ist los mit ihr? Wir brauchen sie, Männer wie Frauen. Wo finden wir sie? Literaturverz. S. 227 - [235]