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Geyer, Horst: Dichter des Wahnsinns. Eine Untersuchung über die dichterische Darstellbarkeit seelischer Ausnahmezustände.

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Product No.: 27627
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Der erfolgreiche Verfasser des schon im 20. Tausend vorliegenden Essays „Über die Dummheit", beschreibt in der nun erschienenen Untersuchung nicht das Leben der im Wahnsinn geistiger Umnachtung untergegangener Dichter, sondern schildert die Auseinandersetzung des geistesgesunden Dichters mit dem Problem der Geisteskrankheit. Zu diesem Zweck versammelt der Verfasser ein berühmtes Gremium Gewaltiger der Dichtkunst um sich: Sophokles, Shakespeare, Goethe, Kleist, Ibsen, Hauptmann und Bin-ding. Die unsterblichen, weil lebensechten Gestalten ihrer Kunst offenbaren unter dem Blick des lebenskundigen Psychologen ungeahnt reizvolle, aber auch bestürzende Einblicke in die Seele des Menschen. Eine Blütenlese echter dichterischer Gestalten beschwört uns Prof. Geyer vor das geistige Auge — den antiken (König Ödipus) und den schönen Wahnsinn der Klassik (Orest); die in ihrer Vitalität unerreichten shakespeareschen Menschen: die zarte Ophelia, den harten Leontes, den schwärmerischen Othello, den von des Gedankens Blässe angekränkelten Hamlet und die trotz aller Verdammnis noch königliche Figur des Lear; Goethes unschuldsvoll schuldiges Gretchen, Kleists in der Tugend des Rechtsgefühls ausschweifenden Kohlhaas, seine in hysterischer Raserei schillernde Pen-thesilea, Ibsens paralytischen Os-vald, G. Hauptmanns Narren in Christo Emanuel Quint und die tragisch verlorene Demeter Bindings neben der dumpfen Urgestalt seines Wingult . . . Ein Buch, erregend und packend, wie sonst nur Biographien über Menschen von Fleisch und Blut.
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