Archiv, Bibliothek, Museum / Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf / Literaturpreise sind besonders sensible Seismographen für literaturpolitische Entwicklungen. Vor allem läßt sich an ihnen studieren, wie der Anspruch der Preise durch die Vergabepraxis immer wieder dementiert wird. Dieser Band untersucht zentrale Beispiele von Literaturpreisen, die während des Nationalsozialismus und in der unmittelbaren Nachkriegszeit in der Region Rheinland/Westfalen vergeben wurden. Die Beiträge von Jan-Pieter Barbian, Gertrude Cepl-Kaufmann, Karl Ditt, Walter Gödden, Werner Jung, Bernd Kortländer und Dietmar Lieser ziehen in exemplarischen Fallstudien die Kontinuitätsünien nach, die aus den dreißiger bis in die sechziger Jahre reichen.