Fünfunddreißig Jahre nach dem gewaltsamen Ende Adolf Hitlers im Bunker der Reichskanzlei ist die Frage noch immer aktuell: Wie konnte ein einzelner Mensch eine so ungeheure Wirkung auf seine Zeit und auf die Welt ausüben? Das Buch des englischen Zeithistorikers ist keine Biographie im üblichen Sinn. Es zeigt Hitler vielmehr als Handelnden in derjeweiligen historischen Situation-weder als Werkzeug unpersönlicher Kräfte noch als Herr aller Situationen. In fünf Kapiteln werden Hitlers Rollen als Parteipolitiker, als Staatsmann, als militärischer Führer, seine Weltanschauung und die medizinischen und psychischen Bedingungen seines Wirkens geschildert. Die Untersuchung beruht auf der Grundlage der modernen historischen Forschung und schlägt dort, wo sich das Phänomen Hitler ihr entzieht, eine Brücke zur aktuellen psychohistorischen Diskussion. Professor William Carr, Ph. D. (geb. 1921) lehrt Europäische Geschichte an der Universität Sheffield. , Literaturverz. S. 235 - 241