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Ibach, Karl: Kemna. Wuppertaler Konzentrationslager 1933-1934.

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Product No.: 28626
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Auszug aus dem Vorwort von Johannes Rau Wer dieses Buch liest, hat es mit einer Chronik des Grauens zu tun. Andersdenkende Mitbürger, Sozialdemokraten, Kommunisten, Christen, Gewerkschafter erhielten ihre erste Strafe, ihre Belehrung auf nationalsozialistische Art. Wenn sie es durchhielten, sollten sie Furcht haben ihr Leben lang. Schweigende Opfer... Einer von ihnen, Karl Ibach, hat diesen Erlebnisbericht geschrieben. 1933 war er achtzehn Jahre alt, der jüngste Kemna-Häftling, ein Funktionär der Arbeiterjugend. Was er erlitt, was er mit ansah, hat ihn nicht entmutigt. Nachdem er Ende 1933 auf Weisung des Polizeipräsidenten und ehemaligen SA-Oberführers Veller entlassen worden war, setzte er den illegalen Kampf gegen das Gewaltregime mit Gleichgesinnten fort. Wohl gewarnt, war er auf diese Weise nicht zu „belehren". Karl Ibach wurde erneut verhaftet und 1936 wegen Vorbereitung zum Hochverrat vom Oberlandesgericht Hamm zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. 1943, im Jahre der jedermann sichtbaren und doch von vielen nicht eingestandenen Kriegswende, wurde Ibach mit anderen Schicksalsgenossen zum berüchtigten Strafbataillon 999 abkommandiert und geriet 1944 in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Als er 1947 entlassen wurde, machte er sich daran, seine Erlebnisse im Konzentrationslager Kemna und in der Zeugenschaft des Kemna-Prozesses niederzuschreiben. Das Buch kam im August 1948 heraus; die Auflage von 10000 Exemplaren war in wenigen Wochen vergriffen.
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