Einige der berühmtesten nordamerikanischen Indianerstämme, die Cheyenne, die Sioux und die Blackfoot, lebten auf den Great Plains in Amerika. Erscheinungsbild und Lebensweise dieser Menschen, ihr Ehrenkodex und die sattsam bekannten Konfrontationen mit den weißen Siedlern haben seit General Custer`s letzter Schlacht immer wieder die Phantasie der westlichen Welt beflügelt. Das vorliegende Buch wirft einen Blick hinter die Legenden in jene Zeit, in der die Indianer noch nicht in Reservate gepfercht, sondern in Freiheit auf einer Million Quadratmeilen wogender Prärie lebten. Norman Bancroft-Hunt zeichnet das Bild einer von Mythos und dem Glauben an das Metaphysische geprägten Kultur und eines Volkes, dessen Dasein ganz auf seine natürliche Umgebung und sein No-madentum abgestimmt war. Stolz, ungemein freiheitsliebend und erfüllt von der Vorstellung einer ästhetischen Kriegführung - dem Gegenteil der Maxime des weißen Mannes, die auf »erobern und zerstören« ausgerichtet war, betrachteten die Indianer, die man häufig die Mystiker der Great Plains nannte, das Leben als einen großen Kreis. Mit den Verträgen, durch die die Regierung der Vereinigten Staaten ihre Bewegungsfreiheit rigoros beschnitt, wurde dieser Kreis unseligerweise aufgebrochen, doch bis heute hat sich an der grundlegenden Einstellung der Indianer und ihren Überzeugungen nichts geändert.