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Hajek, Karel: Weidmannsheil! 1. Aufl.

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Product No.: 24530
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Dieses Buch soll dem Leser ein wahres und nicht erdachtes Bild vom tschechoslowakischen Jagdwesen zeigen. Eigentlich wäre der Text gar nicht nötig. Er ist nur dazu da, um einige Erläuterungen und Kenntnisse zu vermitteln. Man könnte wohl einwenden, das Buch enthalte nicht alles. Darauf macht der Autor selbst in seinem Nachwort aufmerksam und verspricht, in einer weiteren Auflage die Tierarten durch einige weitere zu ergänzen. Dies halte ich jedoch nicht für unerläßlich, denn das, was fehlt, spielt nur eine untergeordnete Rolle. Meiner Ansicht nach ist entscheidend, daß das Buch gerade das Wichtigste, das für den Weidmann Charakteristische betont, nämlich das, was ihn von einem solchen Jäger unterscheidet, für den das Wild nur dann existiert, wenn er das Gewehr in der Hand hält; daß es hervorhebt, welch tiefes Verständnis die breitesten Volksmassen der wirtschaftlichen Bedeutung des Jagdwilds als Nahrungsmittel und wichtige Rohstoffquelle entgegenbringen. Überall, im Bildteil wie auch in den kurzen Begleittexten, wird betont, daß die Jagd selbst für den wahren Jägersmann nur die Ernte einer gut geleiteten Zucht ist. Und darum wählt der gute Weidmann solche Arten der Jagd, die den zukünftigen Wildbestand nicht bedrohen, sondern der Aufzucht nützen. In dem Buch gibt es keine prahlerischen Posen von Jägern, die sich hervortun oder mit Rekordbeuten brüsten wollen — im Gegenteil, die abgebildeten Strecken dienen bloß als Anleitung, wie die Jäger mit der Beute verfahren sollen, die an die Versorgung der Bevölkerung weitergeleitet wird. Im Buche sind auch Aufnahmen, auf denen kein Jagdwild festgehalten ist. Der Autor spricht nicht darüber, warum er diese Bilder in sein Buch eingereiht hat. Ich ahne jedoch, was ihn dazu geführt haben mochte. Denn ich weiß, daß viele wahre Jäger eine gewisse Scheu haben, einzugestehen, daß sie nicht nur das Wild, sondern auch die tiefe Bewunderung für die Poesie der Natur an das Weidwerk fesselt. Und darum finden wir im Buch Bilder des weiten und verträumten böhmischen Hügellandes, der tiefen slowakischen Wälder, der lieblichen Teiche, kurz die ganze Schönheit unserer Heimat — und wir stimmen voll mit dem Autor darin überein, daß diese Aufnahmen untrennbar zum Weidwerk gehören, da sie doch das wahre und reizvolle Abbild der Landschaft sind, in der das Wild zu Hause ist. Nur der Jäger, der die Natur durchstreift, wenn andere noch schlafen, und der auch vor solchem Wetter nicht zurückschreckt, bei dem andere Leute lieber „hinter dem Ofen sitzen", nur der Weidmann, der die Natur mutterseelenallein mit seinen Gedanken und mit aufgeschlossenen Sinnen durchschreitet, weiß, warum er sein Königreich gegen kein anderes in der Welt eintauschen möchte. Und das ist jene ideale, verborgene Seite des Weidwerks, durch die wir, die ihm frönen, zu jenen begeisterten Bewunderern all dessen werden, was die Größe und die Schönheit der Natur ausmacht. Julius Komarek Zum Andenken an den verstorbenen Forscher, den hervorragenden Zoologen und Naturfreund, den Liebhaber des Wildes und Weidwerks, Professor Julius Komarek, leiten wir die dritte Auflage dieses Buches mit einem Auszug aus dem Vorwort ein, das er für eine Neuauflage der Originalfassung schrieb.
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