Jeder, der heute zur Jagd nach Russland oder in die GUS aufbricht, muß so viel wie möglich über Wild, Land und Leute wissen, um Erfolg zu haben. Um diesem wachsenden Informationsbedürfnis des Auslandsjägers nachzukommen, hat der Russland-Experte Torna Ivanovic 1996 den nimrod-reiseführer „Russland und die Staaten der GUS" veröffentlicht, der begeistert aufgenommen wurde. Was im Sachbuch aber ausgespart bleiben mußte, ist die persönliche Note. Genau diese durch kein Informationswerk zu ersetzende Jagderfahrung will der 1997 zum Sachbuch ergänzend vorgelegte Band mit Jagderzählungen an den Leser weitergeben. In fünf Abschnitten werden die großen Bereiche der Jagd in der GUS zusammengefaßt. Im Mittelpunkt steht dabei die Bärenjagd als Inbegriff der Jagd in Russland. Den Auftakt des Buches jedoch bildet die Jagd im europäischen Teil Russlands, wo der Jäger die meisten Wild-und Jagdarten wiedererkennt. Ein weiterer Abschnitt ist der exklusivsten Jagdmöglichkeit der GUS gewidmet, der Bergjagd auf weltstärkste Steinböcke, auf Tur und Marco-Polo-Argali. Weniger exklusiv als exotisch zeigt sich im vierten Teil des Buches die Jagd in den südlichen Ländern der GUS. Hier verfolgt der Leser Jagden auf oft noch unbekannte Wildarten wie Saiga, Urial oder Maral. Und schließlich, im letzten Teil, wird die Weite Sibiriens vorgestellt. Damit wird in diesen Berichten das ganze Spektrum der Wildarten und Jagdgebiete aus der Sicht des Jägers dargestellt. Die Autoren der Beiträge sind in der Regel höchst aktive und erfahrene Auslandsjäger, die aus 12 verschiedenen Ländern kommen. Zwei Beiträge von Jägerinnen unterstreichen, daß auch für alleinreisende Frauen die Jagd in der GUS kein unerfüllbarer Traum sein muß.