Neben seinem um neun Jahre jüngeren Freund Rubens galt Jan Brueghel d. A. (1568-1625), Sohn des berühmten Pieter Brueghel, schon zu seinen Lebzeiten als der bedeutendste Künstler Antwerpens, dessen Ruhm nicht auf die engere Heimat beschränkt war, sondern sich über ganz Europa erstreckte. Von Madrid bis Wien, von London bis Rom bestellten fürstliche und bürgerliche Sammler ganze Serien von Darstellungen bei ihm oder suchten seine Bilder über den blühenden Kunsthandel der Zeit zu erwerben. Seine Landschaften aller Art mit buntem Bauern- und Bürgergenre, Allegorien der vier Elemente, der Jahreszeiten, der fünf Sinne, vor allem aber seine Paradies- und Blumenbilder, die ihm den liebevollen Beinamen «Blumen Brueghel« eintrugen, stellen eine Welt dar, in der man sich heimisch fühlen, in der man Zuflucht finden kann. — Diese Monographie beschreibt Herkunft und Leben dieses beliebten Meisters und gibt einen Uberblick über sein detailfreudiges, abwechslungsreiches und unterhaltendes Werk, dessen friedliche Welt so ganz im Gegensatz zu der Zeit steht, in der es entstand und die von religiösem Fanatismus, von Schrecken, Mord und Plünderung gezeichnet war.