Das Märchenknäuel in diesem Buch entwickelt sich gleich auf den ersten Seiten an einen uralten Motiv. Ein Vater kann seine drei Söhne nicht mehr ernähren und schickt sie in die Welt. Sie sollen dort etwas lernen und bei ihrer Rückkehr "vorzeigen". Marian, der älteste Sohn, gerät dabei in die Vergangenheit. Dorian, der zweite, bleibt in der Gegenwart, ohne sie als solche zu er-Hadnan, der jüngste, landet auf einer Rauminsel in der Zukunft. Passionierte Märchenleser werden sich an viele, aus ihrer Kindheit vertraute Motive und Geschichten wiedererinnern. Die Idee Vilbels Hauffs etwa, verschiedene Märchen mit einer Rahmenhandlung zu verbinden, ist hier aufgegriffen. Wie bei Clemens Brentano vaterbrechen Gedichte die Erzählstränge. Auch die Gebrüder Grim und Bans Christian Andersen standen Pate bei manchen wunderbaren Ereignissen. "Der gläserne Kubus" soll aber nicht als Märchenbuch für Kinder mißverstanden werden. Außer ein paar Geschichten, die für diese sind, ist es in erster Linie eine Sammlung von phantastischen Erzählungen für Jugendliche und Erwachsene, mit durchgängig Bezügen auf Probleme unserer Zeit hin. Die Autorin Gisela Atteln, an 25.Dezember 1944 im mittelfränkischen Fürth geboren, studierte Germanistik, Musikwissenschaft und Geschichte, unterrichtete fünf Jahre lang an einer Realschule in Fürth und einer berufsbildenden Schule in Ludwigshafen/Rhein. Journalistische Tätigkeit für die ‘Nürnberger Nachrichten" (bis 1967) und die ‘Rheinpfalz" (seit 1977). Sie ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in Schifferstadt/Pfalz.